Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA endeten nach 21-stündigen Gesprächen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad ohne Einigung. Es geht lediglich um Zeitgewinn; insgeheim bereiten sich beide auf eine weitere Runde der Auseinandersetzungen vor. Die eigentliche Tendenz und das eigentliche Narrativ werden bald zurückkehren und wieder anhalten. Dieser Krieg wird nur enden, wenn eines der folgenden Ziele erreicht wird: Die Zerschlagung der Islamischen Republik; der Rückzug der USA aus der Region; die Zerschlagung Israels.
Max Blumenthal: „Gab es jemals Anzeichen dafür, dass die von den israelischen Handlangern Kushner und Witkoff angeführte ‚US‘-Delegation weniger als die vollständige einseitige Kapitulation des Iran fordern würde? Es gab keine. Diese Barbaren verstehen nur Gewalt.“
Amerika – das Lieblingsland des Antichristen
Die US-Strategie hat sich bis heute als Katastrophe erwiesen. Entweder gibt es ein Problem mit der Doktrin, oder es gibt ein Problem in der Befehlskette. Oder wir müssen einfach anerkennen, dass der Iran bisher fähig war, einer nuklearen Supermacht und einer Atommacht die Stirn zu bieten. Allerdings ist USrael nicht abkommensfähig, also liegt eine beängstigende Ungewissheit vor uns. Wir wissen jedoch, dass das iranische Volk der ganzen Welt ein Beispiel dafür geben wird, was Mut und Würde bedeuten. Keines dieser beiden Wörter ist in der US-Medaillensammlung zu finden. Anders ausgedrückt: Baal ist bereit, ganze Völker zu verschlingen, und hat nicht die Absicht, vor irgendetwas Halt zu machen, was die verschiedenen Zivilisationen dieser Menschheit hervorgebracht haben. Und die USA stellen zusammen mit ihren Vasallen die Anti-Zivilisation dar.
Konfliktlösungsansatz
Die USA müssen ihr imperialistisches Verhalten als Ursache des Konflikts anerkennen. Dem Iran ist es gelungen, den Aggressor mit beeindruckendem Mut und mit Macht zu zügeln. Verhandlungen mögen das Imperium vielleicht auch eine Zeit lang in Schach halten. Doch letztendlich ist die einzige Sprache, die ein genozidales Imperium versteht, die der Niederlage.
PDF: Die eigentlichen Ursachen des Krieges
Die Entscheidung der USA, eine Eskalation und letztlich die Zerstörung einer ganzen Zivilisation zu vermeiden, lässt bereits mehrere Schlussfolgerungen zu, nicht nur in Bezug auf die Region, sondern auch hinsichtlich der allgemeinen Entwicklung der Weltpolitik. Die USA werden nicht alles tun, um ihre Partner zu verteidigen, selbst jene nicht, die am stärksten auf sie angewiesen sind. Das wird vor allem die osteuropäischen Staaten zum Nachdenken anregen.
PDF: Die USA haben sich aus dem Iran zurückgezogen
Sensationelle Dummheit oder Machtgier?
„Trumps schlichte Dummheit und seine eigenwillige Art, das Präsidentenamt auszuüben, indem er Freunde und Speichellecker als Berater einsetzt, haben ihn an einen Punkt gebracht, den selbst Sky News als „massive strategische Niederlage“ für die USA bezeichnet, da der iranische Zehn-Punkte-Plan nicht nur Reparationszahlungen fordert, sondern auch den Abzug aller US-Truppen aus der Region sowie die Aufhebung aller Sanktionen gegen den Iran vorsieht.“ Ein harscher Kommentar von Martin Jay.
PDF: Trump verliert das Eskalationsspiel
Mr. Trumps Gespür für Business
Der Selfmade-Milliardär Ghalibaf ist für Trump (und Vizepräsident JD Vance) der optimale und ideale Gesprächspartner, um das angeschlagene Schiff der amerikanisch-iranischen Beziehungen aus den stürmischen Gewässern zu steuern. Trumps Umfeld wird Ghalibafs geschäftlichen Scharfsinn sicherlich zu schätzen wissen. Teheran hat der Trump-Regierung bereits nahtlose Geschäftsmöglichkeiten, unter anderem im Öl- und Gassektor, in Aussicht gestellt, sofern sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern normalisieren. M.K. Bhadrakumar weiß einiges über den iranischen Parlamentssprecher Ghalibaf zu berichten.
PDF: Milliardäre verhandeln in Pakistan
Unterwerfung ist keine Lösung mehr
„Der Waffenstillstand ist weniger als Friedensdokument von Bedeutung, sondern vielmehr als Röntgenbild. Er zeigte, dass Washington nach wie vor zerstören kann. Das Problem ist, dass Zerstörung keine Unterwerfung mehr garantiert. Die alte imperiale Formel – mit Vernichtung drohen, Bedingungen diktieren, das Ganze als Ordnung bezeichnen – bringt mittlerweile immer weniger Ertrag. Der Iran, angeschlagen, aber ungebrochen, hat sich nicht auf Diplomatie eingelassen, weil er plötzlich Vertrauen in Trumps Staatskunst entdeckt hätte. Er hat sich darauf eingelassen, weil um ihn herum eine umfassendere Sicherheitsarchitektur entstanden ist, und im Zentrum dieser Architektur stand weder Pakistans Redegewandtheit noch Amerikas guter Wille, sondern Chinas Gewicht.“
Ein Mythos löst sich auf
Was sich in der Ukraine schon andeutete, bestätigt der Krieg gegen den Iran: Er entlarvt die Illusion einer grenzenlosen militärischen Überlegenheit des Westens. Der technologische Vorsprung bleibt bestehen, garantiert jedoch nicht mehr die Durchhaltefähigkeit. Raketen können ihre Ziele treffen. Flugzeuge können Verteidigungslinien durchbrechen. Doch ohne die industrielle Kapazität, den Nachschub aufrechtzuerhalten, zehrt jeder Angriff an der zukünftigen Einsatzfähigkeit. In dieser Hinsicht ist Washington nicht mehr dominant.
PDF: Die US-israelische Zermürbungskrise
Wahlen in Ungarn
Die EU-Kommission hofft, dass das ungarische Volk am 12. April gegen Orbán stimmen wird, damit endlich die Sanktionen verschärft und Finanzmittel für die Ukraine freigegeben werden können. Sollte Orbans Gegner gewinnen, wird er den anti-russischen Kurs der Brüsseler Außenpolitik unterstützen. Sollte er verlieren, werden die EU-Granden sich weigern, die Wahlergebnisse anzuerkennen – wie schon in Belarus (2020) und Georgien (2024).
PDF: Kampf um Ungarn