27. Mai 2026

Übergangsphase

Zur aktuellen Verhand­lungs­lage Iran/USA: Pepe Esco­bar hat mit Akteu­ren ge­sprochen, die „direk­ten Ein­blick in die Ver­hand­lungen haben. Es wird eine Fort­setzung geben. Die Lage ist äußerst ange­spannt – die ge­fähr­lich­ste Phase dau­ert bis Mitte näch­ster Woche.“ Was sich heraus­kristal­lisiert: „Trump wird zu­min­dest ein Aus­weg mit einem ge­wissen Maß an Würde geboten – den er un­wei­ger­lich als ‚Sieg’ ver­kaufen wird. Was den hege­moni­alen Ein­fluss in West­asien an­geht, so spricht man – ge­linde gesagt – von einer tief­grei­fen­den Neu­ver­hand­lung der uni­polaren Nach­kriegs­­ord­nung.“ Der völker­mörde­rische Todes­kult in West­asien wird nichts un­ver­sucht lassen, ein Ab­kom­men zu torpe­dieren.

PDF: Wie China und Pakistan das eigentliche Ziel erreichen könnten


Zwei Besuche und eine rea­lisier­bare Vision für die Mensch­heit
Die über­wie­gende Mehr­heit der Men­schen im Globalen Süden und – was ent­schei­dend ist – auch in den west­lichen Natio­nen er­­kennt, dass die gemein­same Er­klärung der Präsi­denten Xi und Putin ein un­ver­zicht­bares Mani­fest für die Gegen­wart und Zu­kunft unseres Plane­ten ist. Die USA und ihre Va­sallen, die an Unila­tera­­lis­mus und einem bank­rotten Wirt­schafts­sys­tem fest­halten, be­hin­dern eine fried­liche Welt. Ihre „Ord­nung“ gleicht einer Krank­heit.

PDF: Der Weg zu Frieden und Entwicklung


BRICS-Statusmeldung
Die Plenarsitzung 2025 mar­kierte einen quali­tativen Wan­del in der insti­tutio­nellen Ent­wick­lung der BRICS. Das Thema der Ent­dolla­risie­rung stand wäh­rend des Treffens im Mittel­punkt. Als Reak­tion darauf hat die Gruppe die Ent­wick­lung alter­nativer Zah­lungs­mecha­nis­men voran­­ge­trieben. Die beein­drucken­den Handels- und Inves­titions­zahlen deuten darauf hin, dass die BRICS-Staaten ihre wirt­schaft­lichen Be­ziehun­gen stetig aus­bauen, und zwar in einer Zeit, in der die Welt mit wach­­sen­der Insta­bilität kon­frontiert ist, die durch das Han­dels-Chaos unter „Trump 2.0“ und globale Ener­gie­schocks ver­ur­sacht wird. Im Vor­feld der näch­­sten Jahres­­ver­­samm­lung gibt es noch einige Priori­täten zu klären, z.B. den Aus­bau der Zu­sam­men­arbeit in Liefer­ketten.

PDF: Wegbereiter BRICS


SOZ-Gipfel voraus
Das internatio­­nale System be­­findet sich mitten in einem Wan­­del, dessen Sta­bi­li­sie­­rung zu einem neuen Gleich­­ge­­wicht Jahr­­zehnte dau­ern könnte. In dieser Über­­gangs­­phase ist die „Geo­­politik der Part­ner­­schaf­­ten“ kein ab­ge­­schlos­­senes Pro­jekt, son­­dern ein fort­­laufen­­der Pro­­zess: eine Reihe von Prak­­tiken, Insti­­tutio­­nen und Narra­­tiven, die die Starr­­heit der Blöcke des Kal­ten Krie­­ges schritt­­weise durch die Flexi­­bili­tät der Netz­­werke des 21. Jahr­­hun­derts er­setzen. Die BRICS-Staaten und die SOZ sind die am weite­sten fort­ge­schritte­nen Ver­suchs­labore dieses Ex­peri­ments.

PDF: Die SOZ als Architekt der eurasischen Sicherheit


Strategische Stabilität durch Ab­schreckung
Alastair Crooke befasst sich mit Kara­ga­nows Idee, dass ein be­grenz­ter Atom­schlag Russ­lands einen Welt­krieg ver­hindern kann. Damit lässt sich die Psycho­logie der trägen west­lichen Selbst­zu­frie­denheit, dass „Russ­land es nie­mals wagen würde …“, durch­brechen.

PDF: Abschreckung wirkt


Warum die Ost-West-Diplo­matie ge­scheitert ist
„Eine multipolare Welt ist die erste Form, die sich ab­zeichnet, um sich von der ver­rotten­den Leiche des Westens abzu­grenzen. Dies wird ein Versuch des Ostens sein, sich vom Westen abzu­schotten, und ich glaube, dass man dies in China und Russland her­vor­ragend ver­steht. Auch im Iran ver­steht man es. Alle ande­ren Teile der Welt haben dieses Ver­ständ­nis noch nicht er­reicht, und in Europa ist es fast un­mög­lich, diesen Ge­danken voran­zu­bringen.“

PDF: Ein zivilisatorischer Abgrund

„Die alten arischen Wurzeln des Iran sind hin­läng­lich be­kannt, doch die Ge­schichte, wie aus diesem alten Volk die füh­rende schi­itisch-mus­limi­sche Nation im Nahen Osten wurde, ist kaum be­kannt. Da dies un­trenn­bar mit den aktu­ellen Ent­wick­lun­gen in dieser Region – und damit auch welt­weit – ver­bunden ist, lohnt es sich, die Ereig­nisse zu kennen, die den moder­nen Iran ge­prägt haben.“

PDF: Eine kurze Geschichte des Iran


Spielregeln des Oligarchats
Westliche Demokra­tien werden hinter der Fassa­de politi­scher Ent­schei­dungs­frei­heit von struk­turel­len Kräften ge­steuert, die den Super­reichen dienen. Bei­spiele aus Israel, der Kon­zern­welt und der briti­schen Politik bele­gen, wie Menschen an der Macht ihre Werte ver­lieren – und sie erst zurück­ge­winnen, wenn sie keine Macht mehr haben. Ein Blick auf ein System, das vor­gibt, demo­kra­tisch zu sein, wäh­rend es in Wahr­heit von Märk­ten, Kon­zernen und Sicher­heits­appa­raten ge­lenkt wird.

PDF: Westliche Demokratie


SPD auf der Zielgeraden des Partei­sterbens
SPD-Chefin Bas findet es „gut so“, dass Deutsch­lands „Ein­heits­braun“ unter der Massen­migra­tion ver­schwin­det. Das ist das offi­zielle Welt­bild einer Bundes­minis­tern­den – und belegt ihre völlige Un­taug­lich­keit wegen ideo­logi­scher Ver­scheu­klap­pung. Lang­sam ver­steht man, warum der VS den „Phäno­men­bereich Ver­fas­sungs­schutz­rele­vante Dele­giti­mie­rung des Staates“ wie­der ab­ge­schafft hat – der Staat dele­giti­miert sich neu­er­dings selbst.

PDF: Das Einheitsbraun von Bärbel Bas


Oppositions-Entmachtung!
Da spitzt unser Ver­bun­tungs­regime die Öhr­chen: Sultan Erdo­gan ließ per Gerichts­be­schluss die neu ge­wählte Füh­rung der größ­ten Oppo­sitions­partei ent­mach­ten. Die Ent­schei­dung war poli­tisch, nicht recht­lich. Sie ver­setzte dem Ver­fassungs­grund­satz, dass Par­teien ihre Ange­legen­heiten durch ihre Mit­glieder und Insti­tutio­nen selbst regeln, einen direk­ten Schlag. Damit stellt sich die Frage, ob Wahlen in der Türkei noch einen Macht­wech­sel bewir­ken können oder ob sie zu einem Ritual werden, durch das sich die Macht selbst perpetuiert. 

PDF: Gerichtlicher Staatsstreich in der Türkei


Wer wird die Zukunft bestimmen – Palantir?
Künstliche Intelligenz ist zum Spiel­feld glo­baler Macht­inte­ressen ge­worden. Wäh­rend einige wenige Tech-Gi­ganten und Natio­nal­staa­ten be­reits Fakten schaffen, findet ein stiller Kampf um die Regeln dieses neuen Spiels statt. Die­ser Bei­trag wirft einen Blick auf das inter­natio­nale Ge­rangel um die AI-Regu­lierung und fragt: Wessen Werte und Inte­ressen wer­den die digi­tale Zu­kunft prägen? Ver­bind­liche globale Stan­dards werden be­nötigt, um die Risi­ken der KI zu be­grenzen und inter­na­tio­nale Stabi­lität zu gewähr­leisten. Ohne eine ge­mein­same Ver­ein­barung wer­den die Ge­fahren, die aus der un­kon­trol­lierten KI-Ent­wick­lung resul­tieren, weiter zunehmen.

PDF: Geopolitik und KI: Wer legt die Regeln fest?