„Die Realwirtschaft spielt sich mittlerweile in den BRICS-Staaten ab. Der globale Kontext steht fest! Er ist multipolar, multilateral in der Art und Weise, wie Staaten miteinander interagieren, er ist multivalutarisch und, den ausgestellten Stoffen nach zu urteilen, auch vielfarbig. BRICS ist kein Theater mehr. Es geht nicht mehr um Soft Power. Xi Jinping besucht Indien zum ersten Mal seit sieben Jahren. Das BRICS-Wirtschaftsforum in Neu-Delhi ist keine reine Protokollangelegenheit. Hier geht es darum, dass die BRICS-Staaten Produktion, Logistik, Entwicklung und Wachstum vorantreiben, statt Vorträge zu halten und Sanktionen zu verhängen.“
PDF: Das ist mein BRICS
20 Jahre BRICS
Vor zwanzig Jahren war Russland einer der führenden Architekten eines politischen Bündnisses, das Brasilien, Indien und China zusammenbrachte, weil es erkannte, dass eine Welt, in der mehrere Milliarden Menschen lediglich als Objekte von Entscheidungen behandelt werden, die anderswo getroffen werden, nicht stabil sein kann. Damals war das eine Hypothese. Heute ist es objektive Realität. Die BRICS-Staaten sagen nicht mehr nur das Entstehen einer neuen Weltordnung voraus, sondern geben dieser Ordnung konkrete Gestalt.
PDF: Vom Wall-Street-Kürzel zum globalen Machtzentrum
Wie unmöglich sind UN-Reformen?
Die Institutionen, deren Reform gefordert wird, werden in ihren entscheidenden Hebeln genau von jenen Akteuren kontrolliert, die durch eine Reform am meisten zu verlieren hätten. Der Sicherheitsrat kann nur durch eine Zweidrittelmehrheit der Generalversammlung und die Zustimmung aller fünf ständigen Mitglieder geändert werden, von denen jedes über ein Vetorecht verfügt. Die fünf zu bitten, für ihre eigene Schwächung zu stimmen, ist so, als würde man einen Monopolisten bitten, Gesetze gegen seine eigene Konkurrenz zu erlassen.
PDF: BRICS 2026 – unmögliche und notwendige Reformen
Tor der Freudentränen
Die Houthis haben den Zugang zum Roten Meer nun vollständig erobert. Damit verfügen sie über die luxuriöse Möglichkeit, im Bab al Mandab eine Mautstelle einzurichten, wenn sie dies wünschen. Den Saudis bleibt somit nur noch die Passage durch den Suezkanal, durch den immerhin 62,6 Prozent aller vollbeladenen Öltanker fahren können. „MbS sollte eine Pilgerreise zum Tor organisieren, um seine strategischen Tränen zu vergießen. Nichts, was saudisch ist – nicht einmal Möwen – wird unter der Aufsicht der jemenitischen Streitkräfte die Meerenge von Bab al Mandab passieren“, vermeldet ein erfreuter Pepe Escobar.
PDF: Der Jemen überwältigt das Tor der Tränen
Weltwirtschaft im strategischen Zangengriff
Irakische Schia-Milizen haben Saudis verbliebene Öl-Lebensader, die Ost-West-Pipeline nach Yanbu, mit Drohnen angegriffen und außer Betrieb gesetzt. Die Ereignisse überschlagen sich. Das Einzige, was sicher ist: Amerika hat keine Zukunft im Nahen Osten.
PDF: Saudi-Arabiens Fördermenge sinkt auf null
Ein teuflischer Plan
Die City of London finanziert mal wieder einen Krieg, den sich Europa nicht leisten kann. Während sich Großbritannien als Verteidiger der europäischen Sicherheit präsentiert, gießt es in Wirklichkeit Öl ins Feuer: Seine Militärprogramme und seine hundertjährige Partnerschaft mit Kiew machen einen Frieden mit Moskau immer unerreichbarer und militarisieren den Kontinent.
PDF: Operation Interflex
Strategischer Realismus
Aus Sicht der AfD sollte Deutschland mit Peking zusammenarbeiten, wo deutsche Interessen dies erfordern, sich bei Bedarf verteidigen und sich weigern, die China-Politik zu einem verlängerten Arm der US-Strategie oder der europäischen Ideologiepolitik zu machen. Für Deutschland und damit auch für Europa könnte dies zu einer wirklich transformativen außenpolitischen Doktrin werden.
PDF: Was die AfD wirklich von China will
Von Wettbewerb zur strategischen Stabilität
Dieser Text beschäftigt sich mit der dynamischen Beziehung zwischen den USA und China und beschreibt, wie der Wettstreit der beiden Mächte sich von einem unkontrollierten Wettbewerb hin zu einem stabilen Nebeneinander wandelt. Chinas wachsendes Selbstvertrauen verändert die Dynamik in Technologie und Industrie. Wechselseitige Abhängigkeiten werden als Mittel der Abschreckung und Mäßigung genutzt. Strategische Stabilität beruht auf Misstrauen und gegenseitiger Anerkennung der Rivalität, nicht auf Vertrauen oder Freundschaft. Sie wird als Umgang mit unvereinbaren Interessen verstanden, ohne dass diese destruktiv werden.
PDF: Frieden ist der neue Wettstreit zwischen USA und China
Niedergang und Verfall
Der Westen befindet sich nicht nur im Niedergang – er weigert sich, unterzugehen. In diesem Essay argumentiert der Brasilianer Paulo Batista, dass eine Zivilisation, die einst ein Synonym für die Aufklärung war, heute auf den Verlust ihrer Hegemonie mit Verleugnung, Rassismus und Krieg reagiert. Von Gaza bis zur Neuen Rechten zeichnet er nach, was er als „Zeitalter der Verdunkelung“ bezeichnet – und fragt, wie sich der Globale Süden darauf vorbereiten muss.
Mekka-Unbehagen
Hat Pakistan ein Bündnis geschlossen oder hat Saudi-Arabien endlich einen Mechanismus geschaffen, um Pakistan dazu zu bringen, seine Kriege zu führen? Das pakistanische Establishment mag es genießen, als atomar bewaffneter Hüter einer neuen muslimischen Sicherheitsarchitektur umworben zu werden. Doch es hat nichts mit Souveränität zu tun, wertvoll zu sein, weil jemand anderes erwartet, die eigene Macht für seine eigenen Zwecke einsetzen zu können.
PDF: Pakistans Mekka-Pakt
Die zwei Türme im Nebel
Während Riad vor US-Gerichten gegen die Angehörigen der Opfer des 11. September kämpft, deuten bisher unbekannte Geheimdienstaussagen über das Königreich hinaus auf eine weitaus besser geschützte Instanz hin – die CIA. Dieser Text untersucht die Verbindungen zwischen dem saudischen Geheimdienst, der CIA und den Hintergründen der Anschläge vom 11. September. Der saudische Geheimdienst fungierte als „Stellvertreter“ der CIA, insbesondere bei Operationen auf US-amerikanischem Boden, während Ermittlungen behindert wurden, um diese Verbindung zu verschleiern.