14. September 2026

BRICS-Gipfel in Delhi

„Die Realwirtschaft spielt sich mittler­weile in den BRICS-Staaten ab. Der globale Kontext steht fest! Er ist multipolar, multila­teral in der Art und Weise, wie Staaten mit­ein­ander inter­agieren, er ist multi­valuta­risch und, den aus­ge­stell­ten Stoffen nach zu urteilen, auch viel­farbig. BRICS ist kein Theater mehr. Es geht nicht mehr um Soft Power. Xi Jinping besucht Indien zum ersten Mal seit sieben Jahren. Das BRICS-Wirt­­schafts­forum in Neu-Delhi ist keine reine Proto­koll­angelegen­heit. Hier geht es darum, dass die BRICS-Staaten Pro­duktion, Logistik, Entwick­lung und Wachs­tum voran­treiben, statt Vor­träge zu halten und Sank­tionen zu ver­hängen.“

PDF: Das ist mein BRICS

20 Jahre BRICS
Vor zwanzig Jahren war Russ­land einer der füh­ren­den Archi­tekten eines poli­tischen Bünd­nisses, das Bra­silien, Indien und China zu­sam­men­brachte, weil es er­kannte, dass eine Welt, in der meh­rere Milli­arden Men­schen ledig­lich als Objekte von Ent­schei­dun­gen be­handelt werden, die an­ders­wo ge­troffen werden, nicht stabil sein kann. Damals war das eine Hypo­these. Heute ist es ob­jek­tive Reali­tät. Die BRICS-Staaten sagen nicht mehr nur das Ent­stehen einer neuen Welt­ord­nung voraus, sondern geben dieser Ordnung kon­krete Gestalt.

PDF: Vom Wall-Street-Kürzel zum globalen Machtzentrum

Wie unmöglich sind UN-Reformen?
Die Institutionen, deren Reform ge­for­dert wird, werden in ihren ent­schei­den­den Hebeln genau von jenen Akteu­ren kon­trol­liert, die durch eine Reform am meis­ten zu verlie­ren hätten. Der Sicher­heits­rat kann nur durch eine Zwei­drittel­mehr­heit der Gene­ral­ver­samm­lung und die Zu­stim­mung aller fünf ständi­gen Mit­glieder ge­ändert werden, von denen jedes über ein Veto­recht ver­fügt. Die fünf zu bitten, für ihre eigene Schwä­chung zu stim­men, ist so, als würde man einen Mono­po­listen bitten, Gesetze gegen seine eigene Kon­kurrenz zu er­­lassen.

PDF: BRICS 2026 – unmögliche und notwendige Reformen


Tor der Freudentränen
Die Houthis haben den Zugang zum Roten Meer nun voll­ständig er­obert. Damit ver­fügen sie über die luxu­riöse Mög­lich­keit, im Bab al Man­dab eine Maut­stelle einzu­richten, wenn sie dies wünschen. Den Saudis bleibt somit nur noch die Passa­ge durch den Suez­kanal, durch den immer­hin 62,6 Pro­zent aller voll­bela­denen Öl­tanker fahren können. „MbS sollte eine Pilger­reise zum Tor orga­nisie­ren, um seine strate­gischen Tränen zu ver­gießen. Nichts, was saudisch ist – nicht einmal Möwen – wird unter der Auf­sicht der jemeni­tischen Streit­­kräfte die Meer­enge von Bab al Mandab passie­ren“, ver­meldet ein er­freuter Pepe Esco­bar.

PDF: Der Jemen überwältigt das Tor der Tränen

Weltwirtschaft im strate­gischen Zangen­griff
Irakische Schia-Milizen haben Saudis ver­blie­bene Öl-Lebens­ader, die Ost-West-Pipe­line nach Yanbu, mit Drohnen ange­griffen und außer Betrieb ge­setzt. Die Ereig­nisse über­schlagen sich. Das Ein­zige, was sicher ist: Amerika hat keine Zu­kunft im Nahen Osten.

PDF: Saudi-Arabiens Fördermenge sinkt auf null


Ein teuflischer Plan
Die City of London finan­ziert mal wieder einen Krieg, den sich Europa nicht leisten kann. Wäh­rend sich Groß­britan­nien als Vertei­diger der euro­päi­schen Sicher­heit präsen­tiert, gießt es in Wirk­lichkeit Öl ins Feuer: Seine Militär­pro­gram­me und seine hundert­jähri­ge Partner­­schaft mit Kiew machen einen Frie­den mit Moskau immer un­er­reich­barer und milita­risie­ren den Konti­nent.

PDF: Operation Interflex


Strategischer Realismus
Aus Sicht der AfD sollte Deutsch­land mit Peking zu­sam­men­arbeiten, wo deut­sche Inte­ressen dies er­fordern, sich bei Be­darf ver­teidi­gen und sich wei­gern, die China-Politik zu einem ver­län­ger­ten Arm der US-Stra­tegie oder der euro­päi­schen Ideo­logie­politik zu machen. Für Deutsch­land und damit auch für Europa könnte dies zu einer wirklich trans­forma­tiven außen­politi­schen Doktrin werden.

PDF: Was die AfD wirklich von China will


Von Wettbewerb zur strategischen Stabilität
Dieser Text be­schäf­tigt sich mit der dyna­mischen Be­zie­hung zwischen den USA und China und be­schreibt, wie der Wett­streit der beiden Mächte sich von einem un­kon­trol­lier­ten Wett­be­werb hin zu einem sta­bilen Neben­ein­ander wandelt. Chinas wach­sendes Selbst­ver­trauen ver­ändert die Dyna­mik in Tech­no­logie und In­dustrie. Wech­sel­seitige Ab­hängig­keiten werden als Mittel der Ab­schreckung und Mäßi­gung genutzt. Strate­gische Stabili­tät beruht auf Miss­trauen und gegen­seitiger An­erken­nung der Riva­lität, nicht auf Ver­trauen oder Freund­schaft. Sie wird als Um­gang mit un­verein­baren Inte­ressen ver­standen, ohne dass diese destruktiv werden.

PDF: Frieden ist der neue Wettstreit zwischen USA und China


Niedergang und Verfall
Der Westen befindet sich nicht nur im Nieder­gang – er weigert sich, unter­zu­gehen. In diesem Essay argu­mentiert der Brasili­aner Paulo Batista, dass eine Zivili­sation, die einst ein Syno­nym für die Auf­klä­rung war, heute auf den Ver­lust ihrer Hege­monie mit Ver­leug­nung, Rassis­mus und Krieg rea­giert. Von Gaza bis zur Neuen Rechten zeichnet er nach, was er als „Zeit­alter der Ver­dun­ke­lung“ bezeichnet – und fragt, wie sich der Globale Süden darauf vor­berei­ten muss.

PDF: Der Westen und der Rest


Mekka-Unbehagen
Hat Pakistan ein Bündnis ge­schlos­sen oder hat Saudi-Arabien end­lich einen Mecha­nis­mus ge­schaffen, um Paki­stan dazu zu bringen, seine Kriege zu führen? Das paki­stani­sche Estab­lish­ment mag es ge­nießen, als atomar bewaff­neter Hüter einer neuen mus­limi­schen Sicher­heits­archi­tektur um­worben zu werden. Doch es hat nichts mit Souve­räni­tät zu tun, wert­voll zu sein, weil jemand ande­res er­wartet, die eigene Macht für seine eige­nen Zwecke ein­setzen zu können.

PDF: Pakistans Mekka-Pakt


Die zwei Türme im Nebel
Während Riad vor US-Gerich­ten gegen die An­gehöri­gen der Opfer des 11. Sep­tem­ber kämpft, deuten bisher un­be­kannte Geheim­dienst­aus­sagen über das König­reich hinaus auf eine weit­aus besser ge­schütz­te Instanz hin – die CIA. Dieser Text unter­sucht die Ver­bin­dun­gen zwischen dem saudi­schen Geheim­dienst, der CIA und den Hinter­grün­den der An­schläge vom 11. Sep­tem­ber. Der saudi­sche Ge­heim­dienst fun­gierte als „Stell­ver­treter“ der CIA, ins­be­son­dere bei Opera­tio­nen auf US-ameri­kani­schem Boden, wäh­rend Er­mitt­lungen be­hindert wurden, um diese Ver­bin­dung zu ver­schleiern.

PDF: Saudis und der CIA-Schatten über 9-11