26. Oktober 2026

Zunehmende Spannungen

Die enge Kooperation zwischen Iran und Russ­land ver­bessert ihre Posi­tion im inter­natio­nalen Macht­ge­füge er­heb­lich, stellt Pepe Esco­bar fest. Die­se strate­gische Alli­anz wird durch west­liche Sank­tio­nen noch ver­stärkt – ein Bume­rang-Effekt, der die Sank­tionie­rer trifft: „Das Know-how zur Um­ge­hung von Sank­tionen ist etwas, das der Iran und Russ­land mög­licher­­weise mit dem ge­samten Globa­len Süden teilen – über Ab­rech­nun­gen in loka­len Wäh­rungen, Tausch­­handel, Land­korri­dore, den INSTC und den Handel über das Kaspi­sche Meer.“

PDF: Unter dem persischen Vulkan


Russland muss sich von Europa abwenden
Sergej Karaganow ana­lysiert „die Ur­sachen für die fast bei­spiel­lose Feind­selig­keit gegen­über Russ­land unter den Eliten der meis­ten euro­päi­schen Länder“ und gibt Em­p­feh­lun­gen für eine russi­sche Politik gegen­über West­europa. „Es hat An­fang der 2000er Jahre eine schar­fe und un­um­kehr­­bare Ab­wärts­ent­wick­lung be­gonnen, als nach lang­wie­rigen De­batten über den EU-Ver­fas­sungs­­ent­wurf be­schlos­sen wurde, das Chris­ten­tum nicht als ihre geis­tige Grund­lage zu erwähnen.“

PDF: Die große Trennung

Angesichts der US-Heim­tücke kann man Kara­ga­now nur zu­stim­men: „Der euro­päi­sche Kon­ti­nent wird vom Verbün­deten zur Res­sour­ce um­funk­tio­niert: wirt­schaft­lich ausge­beutet, poli­tisch unter­wor­fen und mili­tärisch als Schau­platz vor­be­reitet, auf dem die Kosten für die Wie­der­her­stellung des Im­peri­ums be­glichen werden können“, schreibt Alastair Crooke. „Die Euro­päer könn­ten einer wirt­schaft­lichen und politi­schen Kata­stro­phe ent­gegen­sehen, sollten sie ihren der­zei­tigen Kurs der Pro­vo­kation Russ­lands fort­setzen.“

PDF: Der Krieg der Großen Strategie


Der Fluch der Allianz mit Israel
Eine eigenwillige Be­trach­tung der Be­zie­hung USA-Israel als Grusel­film-Analogie (The Evil Dead): Netan­jahus politi­sches Über­leben ist tat­säch­lich Teil der strate­gischen Über­legun­gen der USA ge­worden, wäh­rend die Rechte der Paläs­tinen­ser in der Dis­kus­sion fast gänz­lich un­be­rück­­sich­tigt bleiben. Die US-Unter­stüt­zung für den Zionis­mus be­ruht seit langem auf der Über­zeu­gung, dass Israel die Posi­tion Wa­shing­tons im Nahen Osten stärkt. Doch diese Be­zie­hung kann die USA auch in Kon­flikte hinein­ziehen, die eher den strate­gischen Prio­ritäten Israels als denen der USA dienen.

PDF: Washingtons „Evil Dead“ und die zionistische Falle


Dumm & Dümmer wieder unter­wegs
Es scheint, als hätten die Europäer noch nicht be­griffen, dass eine Waffen­ruhe nach korea­ni­schem Vor­bild ent­lang einer Front, an der sich zwei Armeen gegen­­über­stehen, genau das Gegen­teil einer Lö­sung ist. Die wieder­holte Rück­be­sin­nung auf dieses Mantra eines Waffen­still­stands ent­lang der Kon­takt­linie – an­statt zu­erst eine Lö­sung zu finden und danach einen Waffen­still­stand zu schließen – signa­li­siert den Russen deut­lich, dass der Wes­ten die Ukraine in der Hinter­hand be­halten will, bis es an der Zeit ist, eine Platt­form zu schaffen, von der aus in Zu­kunft erneut Druck auf Russ­land ausge­übt werden kann. Alastair Crooke über die reisen­den Immo­bilien-Talleyrands.

PDF: Noch eine Finanzfriedensinitiative von Witkoff-Kushner


Der russische Blickwinkel
„Diplomatie ist, wie man so schön sagt, die Kunst des Mög­lichen. Eine fried­liche Beile­gung des Krieges in der Ukraine ist mög­lich, wenn alle Seiten echte Diplo­matie be­treiben würden. Das ist der ein­fache, zivili­sier­tere Weg. Andern­falls wird Russ­land den Frieden auf die harte Tour durch einen voll­stän­digen militä­rischen Sieg er­zwin­gen. Die Diplo­matie wird ver­hindert, weil ins­beson­dere europä­ische Politiker Geiseln ihrer eige­nen ver­drehten Ideo­logie und falschen Propa­ganda sind.“

PDF: Frieden in der Ukraine


Entweder Diktatur oder Regime­beseitigung
Europas Gesellschaften fallen auf­grund von fehlen­den Investi­tionen und weit ver­­breiteter Not infolge der explo­dieren­den Lebens­haltungs­kosten sicht­bar aus­ein­ander. Der Kollaps ist eine di­rekte Folge der Politik des Milita­ris­mus und des Krieges – einer Politik, die die EU-Eliten unge­straft und ohne Rechen­schafts­pflicht be­treiben. Das ist nach jeder Defi­nition eine Diktatur. Die finan­zielle Not­lage ist kein natür­licher Zustand von Gesell­schaf­ten, sie ist die Folge einer vor­sätz­lichen, krimi­nellen Politik der Kriegs­treibe­rei.

PDF: Die einfache Lösung für das Chaos in Europa


Die Seemacht ist nicht wett­bewerbs­fähig
Die Tatsache, dass die USA weiter­hin ver­suchen, ihre welt­weite Vor­herr­schaft zu restau­rieren, insbe­sondere gegen­über China, ist kein Be­weis dafür, dass sie damit Erfolg haben werden – sondern dafür, dass die Bestre­bun­gen der USA immer noch die größte Gefahr für Frie­den, Stabi­lität, Wohl­stand und den mensch­lichen Fort­schritt auf der Erde dar­stellen. Eine Analyse von Brian Berletic.

PDF: Die USA können mit Chinas Schiffbau nicht konkurrieren


EU – Erhebliche Unterbelichtung
Der britische Diplomat Ian Proud im Ge­spräch mit Michael Hudson. Es kreist um Europas Wahn­sinn: Iranisches Öl wird mit Auf­preis als russi­sches Öl von Russ­land an Dritt­länder ge­liefert, die es – gegen einen weite­ren Auf­preis – an Europa ver­kaufen. Alle verdienen auf Europas Kosten.

PDF: EU-Energiepolitik ist wirtschaftlicher Selbstmord


27. Oktober: Wahlen in Israel
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist …

PDF: Israels Rechte streitet sich um die Regierung


Durst nach Rache an Rom
Eine bemerkenswerte Theorie von Laurent Guyé­not: „Was wir als jüdi­schen Hass gegen ‚Weiße’ er­leben, ist im Kern eine messi­anisch-apo­kalyp­tische Sehn­sucht nach der Rache Gottes an Rom, wobei Rom selbst nicht nur als Zer­störer des Tem­pels ver­standen wird, sondern als das letzte in der Reihe feind­licher Reiche, die in der bibli­schen Geschichte mit Assy­rien und Baby­lon be­gann, und als das arche­typische Edom, der ewige Feind Israels.“ Neben­bei er­fahren wir, dass der Bau des Flavi­schen Amphi­theaters, das Kolos­seum, wahr­schein­lich aus den Schät­zen des Jeru­sale­mer Tempels finan­ziert wurde, der früher als eine Art Zen­tral­bank fun­gierte.

PDF: Warum hassen sie uns?