10. Oktober 2026

Nicht nur Blätter fallen

Im Mainstream ist von „finan­ziell ange­schla­genen“ Regie­run­gen die Rede, die unter dem Druck der An­leihe­märkte stehen, ihre Rekord­ver­schul­dung ab­zu­bauen, wäh­rend Arbeit­nehmer, Stu­denten und Rent­ner mehr öffent­liche Inves­titio­nen und Ent­lastung von wirt­schaft­licher Not fordern. Ausge­lassen wird der ent­schei­dende Hinter­grund, dass euro­päische Regie­run­gen enorme wirt­schaft­liche Res­sour­cen in den Stell­ver­treter­krieg in der Ukra­ine gegen Russ­land lenken. Das ist der Grund für die „finan­­ziell ange­schla­ge­nen Regie­rungen“. Mit ande­ren Worten: Ihre er­klärten finan­ziellen Eng­pässe sind eine politi­sche Ent­schei­dung, kein myste­riö­ses Dilem­ma.

PDF: Zunehmendes Sozialchaos in Europa

Es regt sich was in der Globa­listen­senke
Eine verdiente Abwat­schung des Stein­geiers für seine Vul­gär­demo­kraten-Rede, die er den BRD-Insas­sen am Ein­heits­tag zu­mu­tete: Er betonte zwar, dass die heutige BRD „nicht Wei­mar“ sei, machte aber deut­lich, dass es in einem ähn­lichen Zusam­men­bruch enden könnte. Ein Kom­men­tar dazu: „Ja, die Nazis – und die Kon­ser­vati­ven, die sie törich­­ter­weise förder­ten – haben diese erste deut­sche Demo­kratie zer­stört. Doch das konnten sie nur, weil das Land in Ruin, Elend und Massen­ver­zweif­lung ver­sank, wäh­rend seine etab­lierten Eliten eine hoff­nungs­los fehl­gelei­tete Wirt­schafts­politik ver­folg­ten und – auch wenn das heute oft ver­gessen wird – die Demo­kratie massiv ein­schränk­ten, lange bevor die Nazis das, was davon übrig war, end­gültig zu­nichte machten.“

PDF: Die AfD ist keine Nazi-Partei


Klare Kante
Valdai zum Nachlesen: Russland hat EU und NATO abge­schrie­ben, ist aber bereit, mit ein­zel­nen euro­päi­schen Ländern über mög­liche Part­ner­schaf­ten zu reden. Mit dem insti­tutio­nali­sier­ten Europa wird es keine Lö­sungen geben.

PDF: Zu spät für eine Rettung Europas


32 NATO-Generäle besuchen Ukraine
Der gesamte Militär­aus­schuss der NATO war ge­rade in Kiew zu Be­such, um seine „be­din­gungs­lose Unter­stüt­zung“ für die Ukraine zu be­kräf­tigen. Ein strate­gisches Signal, das auch an Moskau ge­richtet war. „Alles gerät außer Kon­trolle; die NATO han­delt un­ab­hän­gig vom Ein­fluss­be­reich der USA, weil sie sich die ukrai­nische Sache zu eigen ge­macht hat, als han­dele es sich um den letz­ten Welt­krieg – jenen, in dem das Bünd­nis ent­weder ge­win­nen wird oder es nichts mehr zu tun gibt.“

PDF: NATO-Kriegsübungen gegen Russland


Umschuldung und neue Ordnung
Dieses Gespräch zwischen Michael Hudson und Robin­son Er­hardt erklärt, wie der Krieg im Iran eine globale Wirt­schafts­krise mit einem Öl­schock aus­lösen kann, die zu­gleich eine Schul­den­krise nach sich zieht. Län­der stehen vor der Ent­schei­dung, ent­weder ihre eige­ne Wirt­schaft mit teuren Im­porten zu ver­sorgen oder ihre Aus­lands­schul­den zu be­dienen – beides zu­sam­men scheint kaum mög­lich: Stei­gende Preise für Öl, Gas und Dünge­mittel ver­schärfen glo­bale Ver­sorgungs­krisen; Länder mit großen Aus­lands­schulden müssen ent­schei­den, ob sie ihre Wirt­schaft schützen oder Gläu­biger be­dienen; des­wegen gibt es die Forde­rung nach Um­schul­dung und einer neuen Welt­ordnung, in der Gläu­biger Ver­luste tragen müssen.

PDF: Entweder das eigene Land ernähren oder die Schulden abzahlen

KI-Zusammenfassung des Gesprächs auf über­schau­baren zwei Seiten.

PDF: KI-Summary: Entweder sein Land ernähren oder Schulden abzahlen


Das Rotmeer-Pulverfass
Pakistan vermittelt zwischen Houthis und Saudis, derweil die Houthis weiter­hin saudi­sche Öl­anlagen an­greifen. Die Ge­spräche zwischen Iran und USA stecken fest, es kur­sieren Ge­rüchte über einen weite­ren US-Angriff. Die Türkei statio­niert defen­sive Boden­truppen, Flug­zeuge und Luft­abwehr­systeme im Saudi-Land. Pepe Esco­bar be­richtet, dass die Saudis seit Jahren ISIS- und Al-Qaida-Terro­risten als Söldner ein­setzen.

PDF: Das Rätsel um Pakistan, Saudi, Jemen und Iran

US-Abzug aus Nahost?
Ein Vertreter des Penta­gons er­klärte, dass die USA zwar ihre offi­ziellen Militär­opera­tio­nen im Irak be­­enden, jedoch regio­nale Kapa­zitäten wie Nach­rich­ten­dienst, Über­wachung und Auf­klärung auf­­recht­­erhalten werden, die in dem ara­bischen Land ge­nutzt werden können.

PDF: US-Truppen verlassen den Irak


Das pure Chaos
Nicht mehr zu verste­hen: Der groß­flächige Zoff am Horn von Afrika. USrael und Emi­rate mischen emsig mit, um den nahe­zu un­durch­schau­baren Kon­flikt-Mix aktiv zu halten. Äthio­pien, Eritrea, Sudan, Somalia sowie ein Ge­wim­mel aus ethni­schen und politi­schen Gruppie­run­gen wer­den offen­sicht­lich mit genug Geld und Waffen ver­sorgt, um eine fried­liche Selbst­ver­wal­tung und wirt­schaft­liches Pros­perie­ren der Region nach­haltig zu ver­hindern.

PDF: Der Krieg in Äthiopien erreicht das Rote Meer


Zum Gewese um den 7. Oktober
Caitlin Johnstone kom­men­tiert die Ver­nich­tung Gazas: „Man kann nur eine be­stimmte An­zahl von Kindern an­schauen, die von isra­elischen Spreng­sätzen in Stücke ge­rissen werden, bevor man an­fängt zu ver­muten, dass mit dem zionis­tischen Pro­jekt etwas ganz furcht­bar nicht stimmt.“

PDF: Der 7. Oktober interessiert niemanden


CIA scheint Brasilien zu über­nehmen
„Die Amerikaner haben viel Geld in diese Wahl ge­steckt“, sagt Esco­bar und for­dert eine Unter­­suchung auf Bundes­ebene hin­sicht­lich mög­licher aus­ländi­scher Ein­fluss­nahme. Er hebt insbe­sondere die einfluss­reichen evange­likalen Kirchen Bra­sili­ens hervor: die CIA habe „Jahr­zehnte“ damit ver­bracht, diese zu fördern, und dies „zahle sich nun aus“. Eine „voll­ständi­ge Kehrt­wende“ hin zu einer enge­ren An­­nähe­rung an Washington und die Trump-Regierung ist zu erwarten.

PDF: Wahlen in Brasilien