Im Mainstream ist von „finanziell angeschlagenen“ Regierungen die Rede, die unter dem Druck der Anleihemärkte stehen, ihre Rekordverschuldung abzubauen, während Arbeitnehmer, Studenten und Rentner mehr öffentliche Investitionen und Entlastung von wirtschaftlicher Not fordern. Ausgelassen wird der entscheidende Hintergrund, dass europäische Regierungen enorme wirtschaftliche Ressourcen in den Stellvertreterkrieg in der Ukraine gegen Russland lenken. Das ist der Grund für die „finanziell angeschlagenen Regierungen“. Mit anderen Worten: Ihre erklärten finanziellen Engpässe sind eine politische Entscheidung, kein mysteriöses Dilemma.
PDF: Zunehmendes Sozialchaos in Europa
Es regt sich was in der Globalistensenke
Eine verdiente Abwatschung des Steingeiers für seine Vulgärdemokraten-Rede, die er den BRD-Insassen am Einheitstag zumutete: Er betonte zwar, dass die heutige BRD „nicht Weimar“ sei, machte aber deutlich, dass es in einem ähnlichen Zusammenbruch enden könnte. Ein Kommentar dazu: „Ja, die Nazis – und die Konservativen, die sie törichterweise förderten – haben diese erste deutsche Demokratie zerstört. Doch das konnten sie nur, weil das Land in Ruin, Elend und Massenverzweiflung versank, während seine etablierten Eliten eine hoffnungslos fehlgeleitete Wirtschaftspolitik verfolgten und – auch wenn das heute oft vergessen wird – die Demokratie massiv einschränkten, lange bevor die Nazis das, was davon übrig war, endgültig zunichte machten.“
PDF: Die AfD ist keine Nazi-Partei
Klare Kante
Valdai zum Nachlesen: Russland hat EU und NATO abgeschrieben, ist aber bereit, mit einzelnen europäischen Ländern über mögliche Partnerschaften zu reden. Mit dem institutionalisierten Europa wird es keine Lösungen geben.
PDF: Zu spät für eine Rettung Europas
32 NATO-Generäle besuchen Ukraine
Der gesamte Militärausschuss der NATO war gerade in Kiew zu Besuch, um seine „bedingungslose Unterstützung“ für die Ukraine zu bekräftigen. Ein strategisches Signal, das auch an Moskau gerichtet war. „Alles gerät außer Kontrolle; die NATO handelt unabhängig vom Einflussbereich der USA, weil sie sich die ukrainische Sache zu eigen gemacht hat, als handele es sich um den letzten Weltkrieg – jenen, in dem das Bündnis entweder gewinnen wird oder es nichts mehr zu tun gibt.“
PDF: NATO-Kriegsübungen gegen Russland
Umschuldung und neue Ordnung
Dieses Gespräch zwischen Michael Hudson und Robinson Erhardt erklärt, wie der Krieg im Iran eine globale Wirtschaftskrise mit einem Ölschock auslösen kann, die zugleich eine Schuldenkrise nach sich zieht. Länder stehen vor der Entscheidung, entweder ihre eigene Wirtschaft mit teuren Importen zu versorgen oder ihre Auslandsschulden zu bedienen – beides zusammen scheint kaum möglich: Steigende Preise für Öl, Gas und Düngemittel verschärfen globale Versorgungskrisen; Länder mit großen Auslandsschulden müssen entscheiden, ob sie ihre Wirtschaft schützen oder Gläubiger bedienen; deswegen gibt es die Forderung nach Umschuldung und einer neuen Weltordnung, in der Gläubiger Verluste tragen müssen.
PDF: Entweder das eigene Land ernähren oder die Schulden abzahlen
KI-Zusammenfassung des Gesprächs auf überschaubaren zwei Seiten.
PDF: KI-Summary: Entweder sein Land ernähren oder Schulden abzahlen
Das Rotmeer-Pulverfass
Pakistan vermittelt zwischen Houthis und Saudis, derweil die Houthis weiterhin saudische Ölanlagen angreifen. Die Gespräche zwischen Iran und USA stecken fest, es kursieren Gerüchte über einen weiteren US-Angriff. Die Türkei stationiert defensive Bodentruppen, Flugzeuge und Luftabwehrsysteme im Saudi-Land. Pepe Escobar berichtet, dass die Saudis seit Jahren ISIS- und Al-Qaida-Terroristen als Söldner einsetzen.
PDF: Das Rätsel um Pakistan, Saudi, Jemen und Iran
US-Abzug aus Nahost?
Ein Vertreter des Pentagons erklärte, dass die USA zwar ihre offiziellen Militäroperationen im Irak beenden, jedoch regionale Kapazitäten wie Nachrichtendienst, Überwachung und Aufklärung aufrechterhalten werden, die in dem arabischen Land genutzt werden können.
PDF: US-Truppen verlassen den Irak
Das pure Chaos
Nicht mehr zu verstehen: Der großflächige Zoff am Horn von Afrika. USrael und Emirate mischen emsig mit, um den nahezu undurchschaubaren Konflikt-Mix aktiv zu halten. Äthiopien, Eritrea, Sudan, Somalia sowie ein Gewimmel aus ethnischen und politischen Gruppierungen werden offensichtlich mit genug Geld und Waffen versorgt, um eine friedliche Selbstverwaltung und wirtschaftliches Prosperieren der Region nachhaltig zu verhindern.
PDF: Der Krieg in Äthiopien erreicht das Rote Meer
Zum Gewese um den 7. Oktober
Caitlin Johnstone kommentiert die Vernichtung Gazas: „Man kann nur eine bestimmte Anzahl von Kindern anschauen, die von israelischen Sprengsätzen in Stücke gerissen werden, bevor man anfängt zu vermuten, dass mit dem zionistischen Projekt etwas ganz furchtbar nicht stimmt.“
PDF: Der 7. Oktober interessiert niemanden
CIA scheint Brasilien zu übernehmen
„Die Amerikaner haben viel Geld in diese Wahl gesteckt“, sagt Escobar und fordert eine Untersuchung auf Bundesebene hinsichtlich möglicher ausländischer Einflussnahme. Er hebt insbesondere die einflussreichen evangelikalen Kirchen Brasiliens hervor: die CIA habe „Jahrzehnte“ damit verbracht, diese zu fördern, und dies „zahle sich nun aus“. Eine „vollständige Kehrtwende“ hin zu einer engeren Annäherung an Washington und die Trump-Regierung ist zu erwarten.
PDF: Wahlen in Brasilien