„Die EU ist verrückt geworden, jetzt werden die Europäer zu deutschen Faschisten gemacht. Deshalb müssen wir sie aufhalten, bevor sie völlig außer Kontrolle geraten und sich in einen großen, wirklich großen Krieg stürzen. Sie führen Krieg gegen uns. … Wir müssen einen großen thermonuklearen Krieg vermeiden, der unweigerlich ausbrechen wird, wenn dieser globale Konflikt, der jetzt aufflammt, weiter tobt. Das Erste, was wir tun müssen, ist, die EU auszuschalten.“ Ein überaus lebhaftes Interview mit Sergej Karaganow.
PDF: Die EU ist verrückt geworden
Tödliche Selbstzufriedenheit im Westen
Russlands Warnung, die Versprechen der NATO und die gefährliche Selbstgefälligkeit des Westens: Es ist an der Zeit, dass sich das kollektive Europa die Frage stellt, ob es wirklich in einem Krieg untergehen will, den es sich selbst zuzuschreiben hat.
PDF: Der entfesselte Bär
Unbefristeter Waffenstillstand?
Im Vorfeld eines möglichen Islamabad-2 entschied sich Teheran für ein strategisches Schweigen. Teheran ignorierte den Pavian von Barbarien auf ganzer Linie. Verwirrt musste er offensichtlich einknicken – und zwar gewaltig. Jetzt setzt er keine zusätzlichen Fristen mehr. Er droht nicht mehr damit, zivile Infrastruktur zu zerstören. Die große Frage ist, was mit der Seeblockade geschieht, schreibt Pepe Escobar.
PDF: Die strategische Pattsituation
Pax Americana entsorgen
„Trumps Entscheidung, den Waffenstillstand zu verlängern, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Was nun nötig ist, ist ein Vertrauensvorschuss. Trump sollte den Rat des pakistanischen Generalstabschefs, Feldmarschall Asim Munir, befolgen und die Seeblockade aufheben. Es ist ein Irrglaube, man könne den Iran mit Waffengewalt an den Verhandlungstisch zwingen. Der nationale Stolz des Iran ist ein zivilisatorisches Merkmal, und sein tiefes Misstrauen gegenüber den USA ist historisch bedingt.“ M.K. Bhadrakumar ist der Ansicht, dass eine weitere Runde von Kämpfen den Iran radikalisieren würde.
PDF: Vertrauensvorschuss für den Iran
„Es ist so ernst wie in den 1930er Jahren“
Michael Hudson und Richard Wolff erörtern am 1. April, wie der US‑Krieg gegen den Iran die globale Energieversorgung zerstört, die Weltwirtschaft in eine Depression stürzt und letztlich das US‑Imperium selbst schwächt. Abgesehen davon nutzt Trump den Krieg zur Manipulation der Finanzmärkte. Der Iran wird auf Angriffe mit der Zerstörung der OPEC‑Ölproduktion reagieren, was Europa und Asien besonders hart treffen dürfte. Die Folge wird eine tektonische geopolitische Verschiebung hin zu einem neuen Block aus China, Russland und Iran sein, während westliche Institutionen und einige BRICS-Länder unter Druck geraten – Indien muss sich positionieren, die Saudis und die Emirate ebenfalls.
PDF: Das Ende der stabilen Energie
Drohender finanzieller Winter
Michael Hudson am 8. April: Die Golfstaaten haben gelernt, dass die USA keine Schutzmacht sind. Der Krieg gegen den Iran dreht sich um den Versuch der Amerikaner, den weltweiten Ölhandel zu kontrollieren und so ihre Vormachtstellung zu bewahren. Was werden andere Länder tun, um den Iran dabei zu unterstützen, Druck auf die USA und Israel auszuüben, um die Wiederaufnahme von Feindseligkeiten zu verhindern? Diese würden zu einer chronischen Depression führen, die drei oder vier Jahre andauern und eine vollständige Umstrukturierung des weltweiten Wirtschafts- und Finanzsystems zur Folge hätte.
PDF: Hormus ist ein Druckmittel
„Konflikt-Outsourcing“
Mit dem vorübergehenden Waffenstillstand als Instrument zur strategischen Neuausrichtung kann eine unkontrollierte Eskalation vermieden und gleichzeitig aktiver militärischer Druck aufrechterhalten werden. Die Amerikaner übertragen operative Lasten auf regionale Partner wie z.B. Israel, die oft weniger durch internationale Vorschriften eingeschränkt sind. Feuerpausen führen also nicht zur Einstellung der Feindseligkeiten, sondern tragen vielmehr zu deren Neukonfiguration bei. Die Art der Kriegsführung verändert sich.
PDF: Auf dem Weg zur neuen Ordnung in Nahost
Eine neue Realität
Trumps derzeitige Strategie scheint auf ein Endspiel ausgerichtet zu sein, in dessen Mittelpunkt eine Verhandlungslösung steht, die den USA ein gewisses Maß an Macht oder Relevanz sichert, aber auch die Zustimmung der Beteiligten gewinnt. Die Schrotung der Waffenbestände sichert das künftige Beschreiten friedlicher Wege. Der Iran spielt mit, indem er Maut-Zahlungen in USD-Tether akzeptiert. USDT ist eine Art digitaler Offshore-Arm des Dollarsystems, der mehr Nutzer, mehr Nachfrage und mehr Kapital in den USD-Orbit bringt. Indem der Iran als „Mautstelle“ für die Straße von Hormus fungiert, integrieren sich die USA über einen vermeintlichen „Gegner“ in die entstehende multipolare Finanzarchitektur, die die finanzielle Relevanz Amerikas durch digitale Infrastruktur statt durch erschöpfte Unipolarität bewahrt. Eine interessante Argumentation, warum Trump zwar verrückt klingt, es aber nicht ist.
An der Entsalzungsfront
Die Fähigkeit des Iran, die Entsalzungsinfrastruktur zu bedrohen, zeigt eine strukturelle Schwäche im Herzen der israelischen Wirtschaft, der militärischen Durchhaltefähigkeit und der regionalen Stellung. Die Sicherheit der Wasserversorgung steht nun im Mittelpunkt der militärischen und wirtschaftlichen Kalkulationen des Besatzungsstaates.
PDF: Wasser als Israels Achillesferse
Fehler der Populisten
Der Populismus erlebt gerade einen günstigen Moment, da sich die Fehler der globalistischen Eliten häufen: Die Wirtschaft stagniert, die Einwanderungszahlen bleiben hoch, die Städte werden immer unsicherer, die Staatschefs drohen Russland mit Krieg, unterstützen Völkermorde im Nahen Osten und ignorieren generell alle Forderungen ihrer Bevölkerung. Doch wenn die Populisten ihren Amateurismus nicht überwinden und ihre strukturellen Mängel nicht beheben, werden sie eher eine Protestbewegung bleiben als eine endgültige politische Lösung.
PDF: Die Fehler von Orbán und den EU-Populisten
Legitimitätsverlust der EU-Tyrannei
Rumäniens System, das auf der Erzählung von der „Bedrohung durch die extreme Rechte“ basiert, ist am Zerbröseln. Die Koalition zerfällt. Wären sie lernfähig, könnten hiesige – mehr oder weniger extreme – Linke einige Erkenntnisse daraus gewinnen. Sind sie aber nicht. Folglich plagt der Zerbröselungsprozess auch die Berliner Koalition hinter ihrer Brandmauer.
PDF: Krise in Rumänien
Das nächste Murmeltier-Sanktionspaket
Der wahre Zweck der Gelder, die die EU-Bürger durch jahrzehntelange Verschuldung aufbringen müssen, besteht darin, den Kampf der NATO in der Ukraine gegen Russland zu eskalieren. Die Wirtschaftssanktionen der EU sind aggressive Maßnahmen, die darauf abzielen, die Wirkung militärischer Angriffe zu maximieren. Die russophoben europäischen Politiker scheinen um jeden Preis einen Krieg zu wollen.
PDF: EU-Sanktionen verschärfen NATO-Kriegsplan
Titelbild: Libanon-Krieg; Abdel Hamid Baalbaki; 1977