Rasputiza – so nennt man in Russland die Zeit des Schlamms und der Weglosigkeit. Die Zustände im Westen lassen sich mit diesem Begriff plakativ zusammenfassen.
Larry Johnson beschäftigt sich mit einem Interview von Sergej Lawrow: „Die Russen sind sauer auf Trump und seine Regierung, weil Trump seine Versprechen gegenüber den Russen nicht gehalten hat. Wenn Steve Witkoff und Jared Kushner erneut nach Russland reisen, werden sie von ihren russischen Gastgebern wahrscheinlich nicht gerade herzlich empfangen werden. Die Russen werden höflich sein, aber aufgrund von Lawrows Äußerungen werden sie konkrete Gesten verlangen, dass Trump seine Versprechen einhält.“
PDF: Russlands Vertrauen in Trump und die USA schwindet rapide
Der Ukraine-Konflikt als Spiegelbild zivilisatorischer Kräfte
So wie alte Agrargesellschaften von widerstandsfähigeren Nomadenvölkern unterworfen wurden, werden moderne, finanzorientierte Staaten, die produktive Realwirtschaftsmodelle aufgeben, tendenziell von Ländern mit starken physischen Volkswirtschaften überholt.
PDF: Verhärtung und Widerstandsfähigkeit
Ian Proud denkt darüber nach, wie ein Friedensabkommen Russland die Oberhand geben und Europa und Kleinbritannien zu Relikten der Vergangenheit machen wird. Das Ende des Krieges in der Ukraine wird auf jeden Fall entscheidend zur Entwicklung der multipolaren Welt beitragen.
PDF: Endspiel Ukraine
Iran: Raus aus der Defensive
Die „Alchemie“ der Konfrontation zwischen USrael und dem Iran hat sich bis zur Unkenntlichkeit verändert. Der Iran hat seine Abschreckungsfähigkeit mit empirischen Beweisen untermauert und wird jede Form von Angriff durch die USA als Kriegshandlung betrachten. Außerdem verhandelt der Iran nicht über sein Raketenprogramm, das Netanjahu eliminiert sehen will. Die Widerstandsgruppen gegen Israel formieren sich neu und der Iran arbeitet weiterhin mit ihnen zusammen.
PDF: Gute Chancen für keinen Golf-Krieg
PowerPoint-Kolonialismus in Gaza
Kushners seltsam futuristische Präsentation neulich beim Word Epstein Forum in Davos erweist sich als schillernde Seifenblase. Niemand hat die Absicht, eine Friedensresolution umzusetzen.
PDF: Washingtons Masterplan für Gaza
Das Oligarchat erstickt den Westen
Netzwerke der Epstein-Art existieren nur, wenn sie durch tiefgreifenden institutionellen Schutz gestützt werden. Es gibt keine rituelle Pädophilie, keinen Menschenhandel auf transnationaler Ebene, keine systematische Produktion von extremem Material ohne politische, polizeiliche, gerichtliche und mediale Deckung. Das ist die Logik der Macht. Wie kann man weiterhin die Autorität von Institutionen akzeptieren, die solch schreckliche Zustände gedeckt haben? Alastair Crooke wirft die Frage auf, wie es nach den Offenlegungen weitergehen soll.
PDF: Das langsame Epstein-Erdbeben
Feuer unterm britischen Frack
In Kleinbritannien zeigt sich die Verbindung Israels zur Epstein-Angelegenheit, obwohl die britische Presse kürzlich pflichtbewusst die absurde Idee verbreitete, dass die ganze Epstein-Honigfalle eine russische Operation gewesen sei. Tatsächlich ist Israel der Hauptnutznießer des Erpressungsrings, obwohl der eigentliche Trumpf des Mossad nicht Epstein ist, sondern Ghislaine Maxwell, die in Wirklichkeit Epstein leitete. Israel steht im Mittelpunkt der gesamten Affäre, sogar in Großbritannien. Jetzt können wir zugucken, wie Starmers eigene Abgeordneten, die auf der Gehaltsliste Israels stehen, seinen Rücktritt planen, und wie Mandelson vom Establishment geschützt wird.
PDF: Die britische Elite braucht einen Sündenbock
Leckerbissen für die Merkur-Fraktion
Alexander Dugin legt mit seinem Epstein-zentrierten Modell eine Erklärung der westlichen Machtarchitektur vor – die Gravitationsstruktur der Elite. Das Epstein-Netzwerk ist kein Ausreißer, keine Störung oder ein vorübergehendes Versagen der Aufsicht. Es ist der funktionale Kern – das sich selbst organisierende Herzstück – des aktuellen soziopolitischen Systems des Westens: Die Elite wird nicht im traditionellen Sinne „rekrutiert“, sondern durch die Logik des Erfolgs „angezogen“. Dugins Fazit: „Der einzige Ausweg aus der Hölle, in der sich der moderne Westen befindet, ist die Rückkehr zum christlichen Glauben, zur [orthodoxen] Kirche und zur heiligen Tradition. Null Toleranz gegenüber der Moderne. Andernfalls werden die kriminellen satanistischen Oligarchen Sie früher oder später in ihre Gewalt bringen.“
PDF: Das Epstein-zentrierte Modell
Besinnungs-Impuls
Wir sehen, dass 100 Jahre nach Erscheinen von Spenglers Buch Untergang des Abendlandes (1918) Europa schwerste Prüfungen durchlebt hat, aber ungeachtet dessen bestehen seine Ruinen immer noch. Ein langsames Sterben: „Es ist offensichtlich, dass die europäischen Völker die geistige Stütze ihres Daseins verloren haben. Mit anderen Worten, die treibende Kraft, die Zivilisation begründet, wurde zerstört. Und wenn wir folglich von wirklichem Fortschritt sprechen, kann das heutige Europa nur für wüstes Land gehalten werden,“ teilte der heilige Nikolai von Serbien der Welt schon im Jahr 1919 mit.
Europäische Staatschefs reisen nach China
Angesichts der unberechenbaren, aggressiven Außenpolitik von Donald Trump und der internen Krisen Europas wird China nicht mehr nur als Herausforderer des Westens gesehen, sondern als notwendiger Partner und für viele als sicherer Hafen. Und tatsächlich werden individuelle Abkommen geschlossen – ohne dass die EU dabei stört.
PDF: Mittlere Mächte schließen sich China an
Titelbild: Rasputiza von Alexei Sawrassow, 1894