12. Januar 2026

Zunehmende Dynamik

Trump stellte klar, dass er das Öl­geschäft in Vene­zuela durch Sub­ven­tio­nen um­ge­stal­ten möchte. Es „könnte weniger als 18 Monate dauern”; dann wurde daraus „wir kön­nen es in weni­ger Zeit schaffen, aber es wird viel Geld kosten”; und schließ­lich: „es muss eine enor­me Summe Geld ausge­geben werden, und die Ölge­sell­schaf­ten werden sie aus­geben”.

Nein, das werden sie nicht, wie meh­rere „Bran­chen­insider“ an­ge­deutet haben. Pepe Esco­bar ver­an­schau­licht, dass Vene­zuela nach den Maß­stäben ameri­kani­scher Geld­geier keine un­mittel­bar lukra­tive Beute ist.

PDF: Trumps ölige Träume könnten in Venezuela zerplatzen


USA: Zerstörte Werte
Das amerikani­sche Narra­tiv, „ein Licht für alle Natio­nen“ zu sein, wurde durch eigen­nüt­zige Hard Power aus­ge­löscht. Das stellt eine revo­lutio­näre Ver­ände­rung dar: Mythen und ihre stüt­zen­den mora­lischen Ge­schich­ten geben jeder Nation ihren Sinn – was wird Amerika ohne mora­lischen Rahmen zu­sam­men­halten? Ayn Rands ge­fei­erte Über­zeu­gung, dass ratio­naler Egois­mus der ulti­mative Aus­druck der mensch­lichen Natur sei, kann die soziale Ord­nung nicht wieder­her­stellen. Die west­liche Auf­klä­rung hat sich gegen ihre eige­nen Werte ge­wandt und sich selbst zer­stört. Die Aus­wir­kungen werden sich auf die ganze Welt aus­breiten.

PDF: Der Rubikon ist überschritten


USA – ein Anachro­nis­mus in der multi­pola­ren Welt
Trump setzt alles auf die west­liche Hemi­sphäre, wo er seinen Ein­fluss be­droht sieht. Offen­sicht­lich sind Chinas Infra­struk­tur­pro­jekte und Inves­titio­nen in Süd­amerika ein wich­tiger Grund für die jüng­sten Er­eig­nisse. Die militä­rische Präsenz Russ­lands ist ein weite­rer Grund. Die Ex­pan­sion der BRICS-Staaten ver­setzt die amerika­nische Elite in Schrecken, und es war be­kannt, dass die USA nicht da­rauf ver­zichten würden, Macht aus­zu­üben, um ihre Vor­herr­schaft in „ihrem Hinter­hof” zu sichern.

PDF: Keine Alternative zur US-Hegemonie?

China und Russland haben sich zu­neh­mend durch alter­native glo­bale politi­sche Foren für Dialog und Zu­sam­men­arbeit gegen die west­liche Vor­herr­schaft ge­wehrt. Ian Proud geht davon aus, dass die Schlange der Länder, die sich für einen Beitritt zu den BRICS an­stellen, nach diesem ille­galen US-An­griff auf Vene­zuela länger werden wird.

PDF: Die Schwäche Europas und der Briten


USA haben sich als regionale Supermacht neu positioniert
Russische Analysten, die dem Alaska-Treffen skep­tisch gegen­über­stan­den, könn­ten Putin nun sagen: „Sie wur­­den aus­ge­trickst“, da Trump gerade einen wich­tigen Ver­bün­deten Russ­lands in Süd­amerika ge­kid­­nappt hat und be­reits dessen Öl stiehlt. Putins Reaktion – und vor allem Trumps Reaktion in den kom­men­den Tagen – wird ent­schei­dend sein, um einen glo­ba­len Konflikt ab­zu­wenden. Der neue Trump, der aus dem Putsch in Vene­zuela hervor­gegan­gen ist, steht kurz davor, auf Wider­stand aus einer neuen Welt­ordnung zu stoßen, die er selbst ge­schaffen hat. Seine nächt­­lichen, wirren Tweets, in denen er Iran droht, stam­men von den Zio­nisten, die ihn kon­trollie­ren, und soll­ten nicht ernst genom­men werden.

PDF: Das Treffen in Alaska war eine Inszenierung


Wissenswertes über Grönland
Grönland ist kein strate­gischer Trumpf, über den riva­lisie­rende west­liche Mäch­te ver­han­deln können. Es ist die Heimat eines Volkes, das Kolo­niali­sierung, Sozial­technik und Be­völke­rungs­­kon­trolle seitens der Dänen über­lebt hat. Bevor sie den „US-Impe­rialis­mus“ an­prangern, sollten Däne­­mark und die EU sich mit ihrer eige­nen kolo­nialen Ver­gan­gen­heit aus­ein­ander­setzen – und an­er­ken­­nen, dass die Selbst­be­stim­mung der Inuit nach wie vor der einzig rich­tige Weg für Grön­land ist.

PDF: Der Kolonialismus, den Europa nicht sehen will


Iran: Sanktionen, Sabo­tage und Wirt­schafts­schwund
Der Iran leidet unter Sank­tions­folgen und kor­rupten Eliten. Das Land hat über 86 Millio­nen Ein­wohner und ver­zeich­nete im Sommer 2025 ein mage­res Wirt­schafts­wachs­tum von 0,3 Pro­zent, wäh­rend die Infla­tion bis De­zem­ber auf über 42 Pro­zent stieg. Diese düs­teren Zahlen haben sich unter dem Druck der un­er­bitt­­lichen US-Sank­tionen, die erst­mals 2018 von Trump wäh­rend seiner ers­ten Amts­­zeit ver­hängt und im weite­ren Ver­lauf seiner bei­den Amts­zeiten ver­schärft wurden, stetig ver­schlech­tert. Das treibt die Iraner auf die Straße – keine Sehn­sucht nach dem Schah.

PDF: Zusammenbruch der iranischen Währung


Ein Wendepunktjahr?
2026 wird ein schwie­riges Jahr für eine ohne­hin schon frag­men­tierte Welt. Trumps Ambi­tio­nen werden viele der Wider­sprüche, die sich in der Welt­politik ange­sam­melt haben, noch ver­stärken. Einige Staats- und Regie­rungs­chefs träu­men immer noch von einer Rück­kehr zur vor­her­seh­baren inter­natio­nalen Ordnung der Ver­gan­gen­heit, aber eine solche „Nor­mali­tät” wird in diesem Jahr wohl kaum zurück­kehren.

PDF: Bruchlinien, die das Jahr 2026 prägen


EU: Vielleicht ein letzter Ausweg
„Glücklicherweise be­steht die EU aus 27 Staaten, die sich selbst bei kleinen Themen wie der not­wen­digen Ab­schaf­fung der Som­mer­zeit nur schwer eini­gen können. Wäre dies nicht der Fall, würde Brüssel uns inner­halb von 24 Stunden direkt in einen bewaff­neten Konflikt mit Moskau hinein­ziehen.“

PDF: Bewahrt das innere Regelwerk die EU vor Konflikten?


Kriminell & imperia­listisch
„Trump entlarvt un­beab­sichtigt das west­liche System als das, was es ist – ein krimi­nelles impe­rialisti­sches Regime, das keiner­lei Respekt vor dem Völker­recht, mensch­lichem Leben und fried­licher Ko­exis­tenz hat. Er hat die west­liche Maske der Doppel­zün­gig­keit und Heuche­lei fallen lassen. Was wir sehen, ist etwas Bar­bari­sches und Häss­liches, ähnlich wie der Fa­schis­mus frühe­rer Zeiten. Die Euro­päer werden als die Lakaien vor­ge­führt, die sie sind. Das macht sie je­doch ge­fähr­lich, denn in ihrer Unter­wür­fig­keit ver­stär­ken sie die Straf­frei­heit für impe­rialis­tische Gewalt.“

PDF: Trumps Schurkenregime entlarvt erbärmliche EU-Vasallen


Ukraine – ein Auslauf­modell
Kleine Hilfestel­lung: Was die EU-Gran­den dem ukrai­nischen Polit­dar­steller Selen­sky mit­teilen sollten.

PDF: Die Koalition der Willigen hat nichts erreicht


„Wählerstim­men allein werden nie­mals zu Macht führen“
Kleiner, aber beab­sich­tigter Web­fehler in „unse­rer Demo­kratie“: Selbst wenn die AfD in die Regie­rung käme, würde der in Italien als „Melo­nisie­rungs­effekt” be­­kannte Pro­zess ein­setzen: Die Partei würde für ihre Reife ge­lobt, zu einer mode­rateren Hal­tung er­mutigt, in akzep­table Bahnen ge­lenkt und immer tiefer in die Struk­turen hinein­gezogen werden, die sie einst zu be­kämp­fen ver­sprochen hatte. Tage würden ver­gehen, dann Monate, und bald würde die neue Regie­rung fest­stellen, dass sie fast iden­tische Auf­gaben wie ihre Vor­gänger wahr­nimmt. Die Partei wird mehr vom System ver­ändert als das System von ihr.

PDF: Warum Deutschland die AfD brechen wird