10. Dezember 2025

Weltbildersturm

„Es ist wirklich er­schreckend, wie sehr die Euro­päer ver­lernt haben, selb­ständige und souve­räne Player in der Welt­politik zu sein. Trump gibt den Euro­päern die Chance, sich end­lich – zu­min­dest ein biss­chen – von den USA zu eman­zipieren, aber sie betteln regel­recht darum, dass die trans­atlan­tische Bevor­mun­dung der letzten acht Jahr­zehnte weiter geht, an­statt nun die Chance zu er­greifen und anzu­fangen, zu­mindest ein wenig für die eige­nen Inte­ressen ein­zu­stehen.“ Thomas Röper amü­siert sich über den EU-Hühner­haufen nach dem Donner­schlag der neuen US-Sicher­heits­stra­tegie.

LINK: Politische Kriegserklärung der USA an die EU

Neue US-Sicherheitsstrategie
Die liberalen Eliten führen West­europa in den Krieg, in eine wirt­­schaft­liche Kata­strophe, in sozi­ales Chaos und kultu­rellen Zer­fall. Ein libe­rales Europa bricht nicht nur zu­sam­men, es wird auch zu einer Ge­fahr für die glo­bale Stabi­lität. Trump bietet eine an­dere Zu­kunft. Ein Europa souve­räner Nati­onen, die auf ihre Traditio­nen ver­­trauen, sich ihrer Gren­zen sicher sind, stolz auf ihr Erbe sind und zu fried­lichen Bezie­hungen mit Russ­land fähig sind, würde zu einem Leucht­turm der Stabilität werden.

PDF: Trump hat die liberale Illusion Europas zerstört

America first, EU last: Viele Regierun­gen und Eliten, die sich durch die neue Trump-Version der natio­nalen US-Sicher­heit alar­miert fühlen, brau­chen eine Reali­täts­prü­fung, je härter desto besser. Für die­jeni­gen, die vor selbst herauf­be­schwo­rener Russo­phobie und Kriegs­hysterie hyper­venti­lieren, kann jede kalte Dusche nur hilf­reich sein.

PDF: Amerikas neue Sicherheitsstrategie achtet Kritiker der USA

Im Wesentlichen wird die Ukraine den Euro­päern als ihre künf­tige Ver­ant­wortung aufge­bürdet. Es wird von den Ver­bün­deten er­wartet, dass sie die Kosten tragen – wäh­rend die USA sich auf ihre innere Ent­wick­lung kon­zen­trieren. Das Doku­ment er­klärt die libe­ralen Eliten der EU und vieler Mit­glied­staaten zu einer Be­dro­hung für die Zukunft Europas, die regio­nale Stabi­lität – und die ameri­kani­schen Inte­­ressen. Es macht deut­lich, dass die Unter­stüt­zung der patrio­tischen Rechten in Europa und die „Förde­rung des Wider­stands“ gegen den aktu­ellen Kurs Euro­pas im amerika­nischen Inte­resse liegen, stellt Alastair Crooke fest.

PDF: Europa in Panik wegen US-Strategie


Vormerken: 18. Dezem­ber
An diesem Tag werden sich die EU-Chefs in Brüssel treffen und sich einer Rea­lität stellen müssen: Wenn die einge­frore­nen russi­schen Assets nicht ge­klaut werden können, müssen die EU-Mit­glieder in die eige­nen Taschen greifen (= in die ihrer Bürger), um den Haus­halt der Ukraine für 2026 in Höhe von 80 Milli­arden US-Dollar zu finan­zieren.

PDF: EU-Gipfel entscheidet über Selenskys Schicksal


Europa am Wende­punkt
Michael Hudson und Richard Wolff sehen Europa wirt­schaft­lich und poli­tisch „auf einem Todes­marsch. Die Dämo­nisie­rung Russ­lands ist die ein­zige politi­sche Ge­schichte, die ihnen noch bleibt.“ Dieses Ge­spräch ist vom 4. De­zem­ber und nimmt schon die Spreng­kraft vor­weg, die mit der neuen natio­nalen Sicher­heits­strategie der USA be­stä­tigt wurde. Eine KI-Zu­sam­men­fas­sung ist auch dabei.

PDF: Spaltung zwischen EU und USA?


US-Wunschdenken
Alastair Crooke hat sich das Treffen von Putin und Witkoff & Kushner ge­nauer ange­schaut. Des Pudels Kern: Das Duo sollte Putin einen Deal auf­zwingen, aber Putin will keinen Deal, sondern die Grund­übel (root causes) besei­tigen.

PDF: Geplauder in Moskau


Go ahead!
Die EU-Meinungs­tyran­nen ver­langen 120 Mio. Euro vom X-Besitzer Musk wegen – ach, egal. Prompt rastete Musk aus und for­derte das Ende der EU und die Rück­­gabe der natio­nalen Souve­räni­tät an ihre 450 Millio­nen Bür­ger. In einer Reihe von schar­fen Posts am Wochen­ende argu­men­­tier­te Musk, dass „die EU-Büro­­kratie Europa lang­­sam zu Tode erstickt“.

PDF: Elon Musk will die EU abschaffen


Entdollarisierung?
Stand der Dinge bei den BRICS: Der Schwer­punkt der Finanz­arbeit liegt ein­deutig auf grenz­über­schrei­ten­den Zah­lun­gen. Russ­land hat eine Alter­native zu SWIFT ent­worfen, die un­emp­find­lich gegen­über west­lichen Ein­flüssen ist. Das neue Netz­werk mit dem Namen BRICS Cross-Border Pay­ment Initi­ative (BCBPI) wäre digital, würde auf natio­nalen Wäh­rungen basie­ren und durch direkte Inter­aktion zwischen den Zentral­banken ver­waltet werden. Es würde nicht nur Sank­tionen um­gehen, sondern auch Kosten senken und die Aus­füh­rungs­zeiten ver­kürzen. Der­zeit werden lokale Wäh­rungen, Zah­lungs­instru­mente und Platt­formen im BRICS-Netz­werk ana­lysiert.

PDF: Dollar, BRICS und das neue Finanzsystem