Frieden ist ein Börsenmonster: Im November summiert sich der Verlust der Rheinmetall-Aktie aktuell auf deplorable 12 Prozent. Man tröstet sich mit positiven Schätzungen und empfiehlt, die Umstände als „attraktiven Einstiegszeitpunkt“ zu betrachten. Der Business-Punk schreibt:
„Frieden ist kein Ideal – er ist ein Geschäftsrisiko. Die Wahrheit in diesem Kursrutsch ist brutal einfach: Krieg bringt Rendite, Frieden macht nervös. Nicht die Welt ist irre geworden, nur unsere Erwartungen sind komplett auf Dauerfeuer programmiert. Wir sind so sehr auf Krieg getunt, dass Frieden sich anfühlt wie ein Systemcrash.“
Geringe Friedfertigkeit
Pepe Escobar zerlegt den sog. Peace Plan mit seiner „Dekonstruktion eines inkohärenten Mischmaschs“. Eine seiner Schlussfolgerungen: Die 28 Punkte waren niemals dazu gedacht, von der EU-Kiew-Koalition akzeptiert zu werden. Es geht vielmehr um die Ausstiegsstrategie des Zirkusdirektors aus dem Debakel in Novorossiya.
PDF: Das 28-Punkte-Theater des Absurden
Trump hat seinen Gaza Peace Plan an ukrainische Verhältnisse angepasst – es geht vor allem um US-Vorteile. „Der Plan lässt sich als eine weitere amerikanische Seifenoper zusammenfassen: Gangster verursachen das Problem und bieten dann die Lösung an, um zu Superhelden zu werden.“
PDF: Trumps 28 Schritte zum Frieden
Alastair Crooke hält den Peace Plan für bösartig: „Das übergeordnete Ziel dieser Vorschläge besteht eindeutig darin, Putin in die Enge zu treiben und ihn von seinen Grundprinzipien abzubringen – wie z.B. seinem Beharren darauf, die Ursachen des Konflikts zu beseitigen und nicht nur die Symptome. In diesem Papier gibt es keinen Hinweis auf eine Anerkennung der Ursachen [Osterweiterung der NATO und Raketenstellungen], nur das vage Versprechen eines Dialogs.“
Schöne Aussichten
Das Korruptionsfiasko, das letzte Woche in der Ukraine ans Licht kam, zeigt zweifelsfrei, dass das Kiewer Regime unter der Führung von Wladimir Selensky eine absolute Schande und ein Betrug ist. Auch seine westlichen Sponsoren – Regierungen, NATO und die gesamten Nachrichtenmedien – werden als korrupte Fassade entlarvt. Es wird neue Nürnberger Prozesse geben: In diesem Fall werden die Gerichte aus den Bürgern der westlichen Staaten bestehen, die von ihren korrupten Führern mit aller Macht Rechenschaft verlangen werden.
PDF: Die kriminelle Stellvertreter-Gaunerei des Westens
Ian Proud ist der Ansicht, dass sich allmählich das Ende von Selenskys Macht nähert, auch wenn er bei Neuwahlen durchaus als Kandidat auftauchen könnte. Vermutlich sehen immer mehr Ukrainskis den korrupten Selensky als das Problem und nicht als Lösung.
PDF: Der Anfang vom Ende für Selensky
Russische Front-Impression
Die jüngsten „Friedensinitiativen“ unterstreichen die Befürchtungen der westlichen Mächte, dass die ukrainischen Frontlinien jeden Moment zusammenbrechen könnten. Daher versucht der Westen verzweifelt, dieses Szenario zu vermeiden und die ukrainische Armee zu erhalten, indem er diplomatische Manöver einsetzt, um den Vormarsch Russlands zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen.
PDF: Auf dem Weg zum Sieg
Nehmt ihnen das Geld weg!
Die zentrale Beschaffungsstelle der NATO ist undurchsichtig, unkontrollierbar und zunehmend anfällig für private Interessen. Offensichtlich eröffnet die „militärische Geheimhaltungspflicht“ ungeahnte Möglichkeiten der Schattenwirtschaft …
Nachkriegsrelikt im Fokus
Unsere einheimischen Kriegstreiberlein, die sich mit vereinten Kräften gegen den drohenden Frieden stemmen, sollten ihre Worte wägen: Peking hat gerade wieder die Feindstaatenklausel ausgebuddelt, die UN-Nationen berechtigt, in aggressive Staaten der Achsenmächte einzumarschieren, ohne dafür ein Mandat des Sicherheitsrates zu benötigen.
PDF: Peking erinnert Tokio an Feindstaatenklausel
Passend dazu der Hinweis von Brian Berletic: „Die zunehmend aggressive Haltung Japans fügt sich in eine viel umfassendere Strategie der USA für die Region Ostasien ein, genauso wie die Aufgabe der Neutralität durch die Ukraine einer viel umfassenderen Strategie der USA in Europa diente.“