25. November 2025

Dubioser Friedensplan

Frieden ist ein Börsen­mon­ster: Im No­vem­ber sum­miert sich der Ver­lust der Rhein­metall-Aktie aktu­ell auf deplo­rable 12 Pro­zent. Man tröstet sich mit posi­tiven Schät­zungen und emp­fiehlt, die Um­stände als „attrak­tiven Ein­stiegs­zeit­punkt“ zu be­trach­ten. Der Business-Punk schreibt:

„Frieden ist kein Ideal – er ist ein Ge­schäfts­risiko. Die Wahr­heit in diesem Kurs­rutsch ist brutal ein­fach: Krieg bringt Rendite, Frieden macht nervös. Nicht die Welt ist irre ge­worden, nur unsere Erwar­tungen sind kom­plett auf Dauer­feuer pro­gram­miert. Wir sind so sehr auf Krieg ge­tunt, dass Frieden sich an­fühlt wie ein System­crash.“


Geringe Friedfertig­keit
Pepe Escobar zerlegt den sog. Peace Plan mit seiner „De­kon­struk­tion eines inko­hären­ten Misch­maschs“. Eine seiner Schluss­folge­run­gen: Die 28 Punkte waren nie­mals dazu ge­dacht, von der EU-Kiew-Koalition akzep­tiert zu werden. Es geht viel­mehr um die Aus­stiegs­strate­gie des Zirkus­direk­tors aus dem De­bakel in Novo­rossiya.

PDF: Das 28-Punkte-Theater des Absurden

Trump hat seinen Gaza Peace Plan an ukrai­nische Ver­hält­nisse ange­passt – es geht vor allem um US-Vor­teile. „Der Plan lässt sich als eine wei­tere ameri­kani­sche Seifen­oper zu­sam­men­fassen: Gang­ster ver­ur­sachen das Problem und bieten dann die Lösung an, um zu Super­helden zu werden.“

PDF: Trumps 28 Schritte zum Frieden

Alastair Crooke hält den Peace Plan für bös­artig: „Das über­geord­nete Ziel dieser Vor­schläge be­steht ein­deutig darin, Putin in die Enge zu treiben und ihn von seinen Grund­prin­zipien abzu­bringen – wie z.B. seinem Be­harren darauf, die Ur­­sachen des Konflikts zu be­seiti­gen und nicht nur die Symp­tome. In diesem Papier gibt es keinen Hin­weis auf eine An­erken­nung der Ur­sachen [Ost­erwei­terung der NATO und Raketen­stellun­gen], nur das vage Ver­sprechen eines Dialogs.“

PDF: Die US-Lockvogel-Aktion


Schöne Aussichten
Das Korruptions­fiasko, das letzte Woche in der Ukraine ans Licht kam, zeigt zwei­fels­frei, dass das Kie­wer Regime unter der Füh­rung von Wladimir Selen­sky eine absolute Schande und ein Betrug ist. Auch seine west­lichen Spon­­soren – Regie­rungen, NATO und die ge­samten Nach­rich­ten­medien – werden als kor­rupte Fassade entlarvt. Es wird neue Nürn­berger Pro­zesse geben: In die­sem Fall werden die Gerichte aus den Bürgern der west­lichen Staa­ten be­stehen, die von ihren korrup­ten Führern mit aller Macht Rechen­­schaft ver­langen werden.

PDF: Die kriminelle Stellvertreter-Gaunerei des Westens

Ian Proud ist der An­sicht, dass sich all­mählich das Ende von Selen­skys Macht nähert, auch wenn er bei Neu­wahlen durch­aus als Kandi­dat auf­tauchen könnte. Ver­mut­lich sehen immer mehr Ukrain­skis den korrup­ten Selen­sky als das Pro­blem und nicht als Lösung.

PDF: Der Anfang vom Ende für Selensky


Russische Front-Impression
Die jüngsten „Frie­dens­initia­tiven“ unter­streichen die Be­fürch­tungen der west­lichen Mächte, dass die ukrai­nischen Front­linien jeden Moment zu­sam­men­brechen könn­ten. Daher ver­sucht der Westen ver­zwei­felt, die­ses Sze­nario zu ver­meiden und die ukrai­nische Armee zu er­halten, indem er diplo­matische Manöver ein­setzt, um den Vor­marsch Russ­lands zu stoppen oder zu­mindest zu ver­lang­samen.

PDF: Auf dem Weg zum Sieg


Nehmt ihnen das Geld weg!
Die zentrale Beschaf­fungs­stelle der NATO ist un­durch­sichtig, un­kon­trol­lier­bar und zu­neh­mend an­fällig für private Inte­ressen. Offen­sicht­lich er­öffnet die „militä­rische Geheim­hal­tungs­pflicht“ un­ge­ahnte Mög­lich­keiten der Schat­ten­wirt­schaft …

PDF: Korruption bei der NATO


Nachkriegsrelikt im Fokus
Unsere ein­heimi­schen Kriegs­treiber­lein, die sich mit ver­einten Kräften gegen den dro­hen­den Frieden stem­men, sollten ihre Worte wägen: Peking hat gerade wieder die Feind­staaten­klausel aus­ge­buddelt, die UN-Nationen be­rechtigt, in aggres­sive Staaten der Achsen­mächte einzu­mar­schie­ren, ohne dafür ein Mandat des Sicher­heits­rates zu be­nötigen.

PDF: Peking erinnert Tokio an Feindstaatenklausel

Passend dazu der Hin­weis von Brian Berletic: „Die zu­neh­mend aggres­sive Haltung Japans fügt sich in eine viel um­fassen­dere Stra­tegie der USA für die Region Ost­asien ein, genau­so wie die Auf­gabe der Neutra­lität durch die Ukraine einer viel um­fassen­­de­ren Strate­gie der USA in Europa diente.“

PDF: Wird Japan die ostasiatische Ukraine?